Abstract
Hintergrund: Interprofessionelle Zusammenarbeit ist heute ein zentrales Thema, wenn von der Verbesserung der Qualität und Prozessoptimierung im Gesundheitswesen die Rede ist. Interprofessionelle Dokumentationssysteme spielen dabei eine wichtige Rolle. Ziel: Dieser Beitrag beschreibt die Erfahrungen von 19 Pflegefachpersonen und Ärzt_innen eines Akutkrankenhauses, die diese vor und nach der Einführung einer interprofessionellen Anamnese gemacht haben. Ziel war es aufzuzeigen, ob und wie sich in dem zehnmonatigen Untersuchungszeitraum die interprofessionelle Zusammenarbeit verändert hat. Methode: Datengrundlage bilden drei Gruppendiskussionen zu drei unterschiedlichen Zeitpunkten mit je sechs bis sieben stets neu rekrutierten Teilnehmenden in interprofessioneller Zusammensetzung. Die Datenanalyse erfolgte mittels Dokumentarischer Methode nach Bohnsack. Ergebnisse: Die Gruppendiskussionen dokumentieren unterschiedliche Phasen einer sich entwickelnden interprofessionellen Zusammenarbeit. Durch das Erkennen unterschiedlicher Professionsperspektiven und Ablaufstrukturen konnten Verantwortungsbereiche geklärt und Vertrauen aufgebaut werden. Dies ermöglichte den Beteiligten von der neuen Zusammenarbeit zu profitieren und weiterführende Verbesserungswünsche einzubringen. Schlussfolgerungen: Ein interprofessionell entwickeltes Arbeitsinstrument, wie z. B. die Anamnese, kann die interprofessionelle Zusammenarbeit positiv beeinflussen. Interprofessionelle Austauschformate scheinen auf diesen Entwicklungsprozess eine fördernde Wirkung zu haben.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages (from-to) | 103-112 |
| Number of pages | 10 |
| Journal | Pflege |
| Volume | 34 |
| Issue number | 2 |
| DOIs | |
| Publication status | Published - 2021 |
Keywords
- interprofessional assessment
- interprofessional collaboration
- nurses
- physicians
- qualitative research
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