Abstract
Eine aktuelle Arbeitsmarktanalyse im Bereich Musik und Musikpädagogik in der Schweiz zeichnet ein differenziertes Gesamtbild: Auf der einen Seite bringen die Befragten exzellente Kompe-tenzen, grosse Leidenschaft und eine hohe Berufszufriedenheit mit, auf der anderen Seite bewegen sie sich in unsicheren oder stark fragmentierten Strukturen, die von hoher Arbeits-belastung, administrativem Druck und finanzieller Fragilität geprägt sind.
Wer sich für ein Leben als Musiker:in entscheidet, schlägt einen Weg ein, der sich von vielen anderen Berufen unterscheidet. Während die meisten Karrierewege erst mit einer Ausbildung oder einem Studium nach der Schule beginnen, läuft die Vorbereitung auf die Musikwelt da bereits auf Hochtouren. Oft beginnt sie schon im frühen Kindesalter: Jahrelanger, täglicher Instrumental-unterricht, Orchesterproben und Gehörbildung begleiten Musiker:innen durch ihre gesamte Schulzeit. Es ist eine Ausbildung, die nicht selten die gesamte Kindheit und Jugend prägt und ein extremes Mass an Disziplin fordert, noch bevor überhaupt das erste eigene Geld verdient wird (vgl. Wesseldijk, Mosing & Ullén, 2021; Binder, Laveglia & Niehaus, 2012). Doch wie sieht die Realität aus, wenn aus diesem Lebensentwurf schliesslich der Hauptberuf wird?
Wer Musiker:in wird, landet selten in einem klassischen 9-to-5-Job, das ist keine neue Erkenntnis (vgl. Ecoplan & Pärli, 2021; BFS, 2025). Die vorliegende Arbeitsmarktanalyse der Kalaidos Fachhochschule hat sich zum Ziel gesetzt, die berufliche Situation und die Bedürfnisse von Personen, die im Bereich Musik und Musikpädagogik in der Schweiz tätig sind, systematisch zu erfassen. Im Folgenden werden zunächst die Methodik und die Stichprobe beschrieben, bevor die zentralen Ergebnisse dargestellt und diskutiert werden.
Wer sich für ein Leben als Musiker:in entscheidet, schlägt einen Weg ein, der sich von vielen anderen Berufen unterscheidet. Während die meisten Karrierewege erst mit einer Ausbildung oder einem Studium nach der Schule beginnen, läuft die Vorbereitung auf die Musikwelt da bereits auf Hochtouren. Oft beginnt sie schon im frühen Kindesalter: Jahrelanger, täglicher Instrumental-unterricht, Orchesterproben und Gehörbildung begleiten Musiker:innen durch ihre gesamte Schulzeit. Es ist eine Ausbildung, die nicht selten die gesamte Kindheit und Jugend prägt und ein extremes Mass an Disziplin fordert, noch bevor überhaupt das erste eigene Geld verdient wird (vgl. Wesseldijk, Mosing & Ullén, 2021; Binder, Laveglia & Niehaus, 2012). Doch wie sieht die Realität aus, wenn aus diesem Lebensentwurf schliesslich der Hauptberuf wird?
Wer Musiker:in wird, landet selten in einem klassischen 9-to-5-Job, das ist keine neue Erkenntnis (vgl. Ecoplan & Pärli, 2021; BFS, 2025). Die vorliegende Arbeitsmarktanalyse der Kalaidos Fachhochschule hat sich zum Ziel gesetzt, die berufliche Situation und die Bedürfnisse von Personen, die im Bereich Musik und Musikpädagogik in der Schweiz tätig sind, systematisch zu erfassen. Im Folgenden werden zunächst die Methodik und die Stichprobe beschrieben, bevor die zentralen Ergebnisse dargestellt und diskutiert werden.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten | 1 |
| Seitenumfang | 13 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 22 Juli 2026 |
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