Abstract
Hintergrund: Gut informiert zu sein ist für Patientinnen und Patienten mit Rückenschmerzen von großer Bedeutung. Es fördert das Selbstmanagement von Rückenschmerzen und die gemeinsame Entscheidungsfindung. Aus diesem Grund haben wir das Webportal tala-med entwickelt, das aktuelle, evidenzbasierte und unabhängige Informationen zu Rückenschmerzen bereitstellt. Hausärztinnen und Hausärzte können das Portal in ihrer Sprechstunde nutzen und ihren Patientinnen und Patienten den Zugang dazu ermöglichen.
Methode: Es wurde eine clusterrandomisierte kontrollierte Studie (Registrierungsnummer DRKS00014279) durchgeführt, in der die Hausärztinnen und Hausärzte (HA) der Interventionsgruppe (IG; nHA = 33) das Webportal tala-med bei den Konsultationen von Patientinnen und Patienten mit Rückenschmerzen (n = 180) nutzen sollten. Die Hausärztinnen und Hausärzte der Kontrollgruppe (KG; nHA = 12) hatten keinen Zugang zu tala-med und behandelten ihre Patientinnen und Patienten mit Rückenschmerzen (n = 136) wie gewohnt. Die patientenseitige Informiertheit über Rückenschmerzen, der primäre Endpunkt, wurde als selbst eingeschätztes Wissen und als wahrgenommene Informiertheit über Rückenschmerzen erfasst. Die Schmerzstärke (sekundärer Endpunkt) wurde anhand einer visuellen Analogskala ermittelt.
Ergebnisse: Intention-to-treat-Analysen ergaben in der IG eine größere Zunahme des Wissens über Rückenschmerzen als in der KG (B = 0,25; 95-%-Konfidenzintervall: [0,07; 0,43]) sowie einen höheren Informiertheitsgrad (B = 0,51 [0,13; 0,89]). Bei Patientinnen und Patienten der IG zeigte sich auch eine größere Abnahme der Stärke ihrer Schmerzen als bei Patientinnen und Patienten der KG (B = −10,46 [−18,52; −2,38]).
Schlussfolgerung: Die Nutzung des Webportals tala-med durch Hausärztinnen und Hausärzte und deren Patientinnen und Patienten steigerte die Informiertheit der Patientinnen und Patienten über Rückenschmerzen und verringerte ihre Schmerzstärke. Die Verbesserungen der Informiertheit der Patientinnen und Patienten und der Schmerzstärke waren allerdings klinisch nicht bedeutsam.
Methode: Es wurde eine clusterrandomisierte kontrollierte Studie (Registrierungsnummer DRKS00014279) durchgeführt, in der die Hausärztinnen und Hausärzte (HA) der Interventionsgruppe (IG; nHA = 33) das Webportal tala-med bei den Konsultationen von Patientinnen und Patienten mit Rückenschmerzen (n = 180) nutzen sollten. Die Hausärztinnen und Hausärzte der Kontrollgruppe (KG; nHA = 12) hatten keinen Zugang zu tala-med und behandelten ihre Patientinnen und Patienten mit Rückenschmerzen (n = 136) wie gewohnt. Die patientenseitige Informiertheit über Rückenschmerzen, der primäre Endpunkt, wurde als selbst eingeschätztes Wissen und als wahrgenommene Informiertheit über Rückenschmerzen erfasst. Die Schmerzstärke (sekundärer Endpunkt) wurde anhand einer visuellen Analogskala ermittelt.
Ergebnisse: Intention-to-treat-Analysen ergaben in der IG eine größere Zunahme des Wissens über Rückenschmerzen als in der KG (B = 0,25; 95-%-Konfidenzintervall: [0,07; 0,43]) sowie einen höheren Informiertheitsgrad (B = 0,51 [0,13; 0,89]). Bei Patientinnen und Patienten der IG zeigte sich auch eine größere Abnahme der Stärke ihrer Schmerzen als bei Patientinnen und Patienten der KG (B = −10,46 [−18,52; −2,38]).
Schlussfolgerung: Die Nutzung des Webportals tala-med durch Hausärztinnen und Hausärzte und deren Patientinnen und Patienten steigerte die Informiertheit der Patientinnen und Patienten über Rückenschmerzen und verringerte ihre Schmerzstärke. Die Verbesserungen der Informiertheit der Patientinnen und Patienten und der Schmerzstärke waren allerdings klinisch nicht bedeutsam.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 203 |
| Seitenumfang | 209 |
| Fachzeitschrift | Deutsches Ärzteblatt |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 18 Apr. 2025 |
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